Wer nicht redet …

… hat auch nichts zu sagen. Meinte einmal eine Bekannte. Eine längst ehemalige Bekannte, die vergessen hatte, dass es auch höfliche Menschen gibt, solche, die warten, bis andere, die nur reden, aber nichts sagen, endlich den Schlapfen halten.

Ich habe nicht deswegen so lange geschwiegen, weil es nichts zu sagen gibt, sondern viel zu besprechen. Das heurige Jahr fängt ja schon recht munter an:

  • Da gibt´s einen Workshop zum Thema Self-Publishing von Wolfgang Tischer am 23. April, den wir angezettelt haben. Genauer gesagt, meine Schreibkumpanin Klaudia. Details folgen noch, weitere Teilnehmer sind herzlich willkommen.
  • Da gibt´s ein Projekt für „meine“ Schreibgruppe auf Facebook, inklusive einer Anthologie.
  • Und da gibt´s einen Podcast, der letzten Sonntag bei unserem monatlichen Schreibtreff entstanden ist. Zum Thema „Die Nummer Zwei“. Den will ich Euch nicht vorenthalten: https://www.zotzmann-koch.com/podcast

Und halt noch ein paar Projekte, über die ich aber erst rede, wenn´s was Konkretes zu sagen gibt 🙂

 

Ein Tag wie ein Geschenk

Manche Tage sind wie barfuß durch das weiche Moos laufen und das Gesicht dem warmen Sommerregen entgegen strecken.
Zehn Uhr: Die Herde im Café Benno vereint – zumindest ein Teil davon – frühstücken, plaudern, fallen lassen. Dann meine Frage, ob wir nun noch eine Stunde schreiben wollen. Nein. Wollten wir nicht. Weil letztes Mal, da war doch diese Idee. Die mit der neuen Anthologie. Also, wie tun wir jetzt? Wir könnten doch … Nein, das ist unprofessionell. Aber dann vielleicht … Da müssten wir zu viel Geld in die Hand nehmen und wissen nicht, ob es wieder reinkommt. Aber …

Babygeschrei. Mütter und Väter beugen sich über das Neugeborene. Ein Blog. Einer mit Kurzgeschichten zu bestimmten Themen. Aus dem können wir dann immer noch eine Anthologie machen, sie lektorieren und ein Cover gestalten lassen und veröffentlichen. Wie gehabt. So richtig. Mit Lesung. Details – beim nächsten Treffen. Da taufen wir dann unser Kind – auf den Namen „Die Wort-Spieler“. Niemand will jetzt so genau wissen, wo mir der Name eingefallen ist 🙂 Aber er ist mir aus dem Hirn gehüpft, noch bevor die anderen da waren, einfach so.

Anschließend noch das Buch Quartier.

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Foto: Melpomene Kriz

Nur Louisa Rabenschwarz konnte nicht mit. Immerhin war sie nach langer Zeit wenigstens beim Frühstück wieder dabei.
Neue Kontakte, interessante Ideen, ein Weihnachtsgeschenk für meinen Agenten (und das, obwohl ich bekennende Weihnachts-verweigererin bin!, aber das Ding war einfach „aufgelegt“) und – ein alter Kontakt. Ja, wenn ich die Trilogie soweit überarbeitet habe, dass der erste Teil passt, soll ich das Manuskript noch einmal schicken. Es war ja gut. Paul Decrinis stellt ein paar Fragen. Wie denn die Auswahl vor sich geht und wie wichtig ein gutes Exposé ist. Die Antwort bestätigt mir noch einmal: Ja, das Manuskript war in der engsten Wahl. Die Geräusche rund um mich verschwimmen, werden zum Rauschen, als hätte ich unsichtbare Kopfhörer auf. Augentropfen brauche ich heute keine mehr, es ist genug Flüssigkeit da.

NaNo Kickoff

kaffee

Erster November. Kaiserwetter in Wien. Angeblich. In Louisas Keller haben wir uns eingebunkert: Louisa, Ludwig, Birgit und ich. Es gab Tee und Kuchen, Brötchen und Aufstriche. Von allem viel zu viel – wer will sich denn schon nachsagen lassen, nicht auch an irdische Dinge zu denken? Die drei anderen hatten ja schon vorgetippt, während ich mir den Start wirklich bis 13h – unserem Treffen – aufgehoben habe. Dafür habe ich geplottet und an den Charas gearbeitet. Weil ich ja wegen eines Angebotes einer Agentur noch mal von „Das Gesicht“ (Romantasy Heftroman) auf „Writer“ (Folgeprojekt zu „Sandra“) umschwenken musste. Ehrlich aber auch: ich schicke doch keinen Heftroman an eine Agentur, bei der ich ein professionelles Textfeedback gewinnen kann! Leider musste Ludwig früher weg; Die restliche Zeit haben wir also zu dritt in die Tasten gehauen. Ja, auch wenn mich das „real life“ wie immer viel zu fest für meinen Geschmack an der Kandare hat – es ist herrlich, wieder Gas zu geben!