Schnurrende Katzen und Feueralarm

Gestern Abend habe ich tatsächlich die beiden Programme heruntergeladen. „Storybook“ und „Write or die“. Zu Storybook kann ich noch nichts sagen, ich denke, in einer Woche nehme ich es wirklich in Betrieb, wenn wir uns zu einem Figurenstellen getroffen haben. Eine Idee für ein neues Projekt habe ich, ein Thema. Mehr nicht. Bin schon neugierig.

Heute aber, heute habe ich mich von „Write or die“ motivieren lassen. Ein wirklich drolliges Programm!
Man nehme: einen Wordcount, den man in einer bestimmten Zeit geschafft haben will. Nachdem ich in einem eigenen sieben- bis acht Fingersystem schreibe, war ich etwas vorsichtig. 700 Wörter in dreißig Minuten, das sollte klappen.
Nach zwei Tests online habe ich mich entschieden, das Programm zu kaufen, mit 20$ ist da nicht viel verhaut.

Danach Durchgang 1: ich wähle die Option „reward“. Hier wird durch Belohnung angespornt. Ich stelle als Geräusch die schnurrende Katze ein und im Hintergrund soll ein Bild von einem Kätzchen erscheinen. Und das bitte nach je 70 Wörtern! Außerdem gibt es noch akustische Signale, wenn man den Wordcount erreicht hat. Fanfare, bitte.
Wehe, man nimmt die Finger von den Tasten! Schon nach wenigen Sekunden färbt sich das Fenster, in dem der sehr einfache Editor ist (keine Formatierungen, kein Schnickschnack – es soll geschrieben werden!) von hellrosa über unangenehm-rötlich bis hin zu Horror-Rot (auch diese Farben kann man einstellen, aber ich halte Rot für angebracht und bleibe dabei). Ich bin flott unterwegs, und die Fanfare ertönt einige Minuten, bevor die Zeit um ist. Wenn die Zeit abgelaufen ist, passiert dann gar nichts mehr. „Ziel erreicht, schreib weiter, wenn du willst.“

Durchgang 2: im „Consequence“-Mode. Hier wird bestraft. Und zwar gründlich! Statt wonnigen Katzenbildern tut sich gar nichts, so lange man nur schreibt. Fad. Finger weg von der Tastatur. Das Fenster verfärbt sich. Und dann der (von mir eingestellte) Feueralarm plus ein Bild von einem leeren Büro, das erst verschwindet, sobald ich wieder schreibe. Auch das Bild kann ausgewählt werden. Wenn ich das richtig gesehen habe, kann man sogar eigene Bilder verwenden.

Bei einem der beiden Testläufe habe ich den dritten Modus probiert: „Kamikaze“. Ui, da wird´s wirklich schlimm, wenn man die Finger ausruhen will! Zur Strafe frisst das Programm Buchstaben weg. Nicht, dass es halt von hinten nach vorne löschen würde, oh nein! Es beginnt zwar am hinteren Ende, knabbert aber aus den Wörtern einzelne Buchstaben raus, die man dann mühsam wieder einfügen muss.

Fazit: es hat riesig Spaß gemacht, und obwohl ich das herrliche Wetter heute auch im Freien genossen habe, wurden es 3.272 Wörter.
Für Schreibmarathons finde ich das sehr geeignet (CampNaNo im April 😉 ), auch für „automatisches Schreiben“ (was ich lieber mit der Hand mache) und sicher auch gut, um Schreibblockaden zu überwinden (die ich immer noch fast nur aus der Theorie kenne). Durch den Druck haut man in die Tasten und mir ist aufgefallen, dass kaum „Aufwärmsätze“ heute dabei waren. Schreib, und zwar schnell – da zaudert man nicht lange, sondern stürzt sich sofort in den Text, ohne viel BlaBla davor. Und der innere Lektor kommt erst später dran.

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