Zahn in der Handtasche, Spitzbärte auf der Burg, Mutanfall, Biederfrau und mehr

Nur, weil ich nicht so viel blogge wie andere, heißt das ja noch lange nicht, dass ich nicht schreibe!

Im Gegenteil.
„Sandra“ hat eine Pause gebraucht, also wurde mein erster Heftroman fertig. Romantasy in Paraguay, ich habe meinen Spaß gehabt, so vor mich hin zu „schwülsteln“! Zwei der drei Testleserinnen haben ihn schon, ich bin ja neugierig, was sie dazu sagen.
Jetzt ist „Sandra“ wieder an der Reihe. Einmal komplett durchlesen und die letzten Änderungen, dann geht auch sie an die Testleserschaft (ein Mann ist auch dabei, wofür ich wirklich dankbar bin).
Samstag gab´s Recherche. Ich bin ja nicht so die Computer-Spielerin (abgesehen von meiner virtuellen Farm, weil mir ja die Echte noch nicht reicht 🙂 ), also habe ich mir eine LAN-Party gegeben. Auf der Burg Kreuzenstein, genauer gesagt, in der Burgtaverne im Keller. Ein faszinierendes Erlebnis, ich schätze, das landet in der „Hutständerin“, meinem zweiten Roman (Erstentwurf ist fertig, nach den Erfahrungen mit „Sandra“ habe ich das Projekt schon ganz anders in Angriff genommen gehabt.) In einem mittelalterlichen Ambiente, mitten in den Vorbereitungen zur Saisoneröffnung Ende März stehen da auf dicken, massiven Holztischen und Bänken Rechner unteschiedlichster Gestalt im Dämmerlicht. Die Männer: alle mit Gamsbart und Kopfhörern. Nein, Klaudias Mann ohne Bart. Klaudia sitzt mit einer Bekannten am Nebentisch, rauft sich die Haare wegen des Textes für einen Wettbewerb um ein Krimi-Stipendium. Mein Laptop ist übrigens lauter als alle Rechner dort zusammengefasst.
Klaudia schiebt mich auf ihren Platz und meint: „Spielen“. Ha, bitte was?
Autorennen. Jeder gegen jeden und das Wichtigste: mach sie fertig. Was mir wahrscheinlich gelungen ist, aber nicht wegen meines tollen Fahrstils…
Die Grafik war jedenfalls gut: in den Kurven wurde mir schlecht.
Später Wechsel zu Klaudias Notebook und bemurmeln, wie die noch fehlenden Seiten gefüllt werden könnten. Dazwischen das Klacken von Tastaturen, leises Rauschen der Lüfter und „pass auf, oben!“ (sie haben sich inzwischen mit Zombies herumgeschlagen).

Gestern Brunch im Café Benno – ja, die Täter kehren tatsächlich immer wieder zurück. Louisa, die bei der Lesung nicht anwesend war, weil „Quasimodo-Backe“, ist ihren Zahn inzwischen los und trägt ihn in der Handtasche mit sich.
Anni bloggt inzwischen auch, nennt sich „Biederfrau“ und möchte hin und wieder aus der Komfortzone raus (zum Unterschied von mir; Ich möchte nach all den Jahren da erst einmal wieder hinein 🙂 ), Paul erzählt, warum er mit Leihwagen unterwegs ist und statt aus Graz gerade aus Nürnberg kommt, und ich berichte von meinen Erfahrungen als Testleserin eines erotischen Liebesromans. Wir planen endlich wieder ein „Write-In“ (nach Möglichkeit in Zukunft regelmäßig), unsere Jour-Fixes wollen wir auch wieder aufnehmen (Brunch im Benno bietet sich an) und ansonsten fallen wir nicht weiter auf (glaube ich).

Auf Klaudias Anraten bringe ich mich beim Verlag, mit dem ich auf der „Buch-Wien“ wegen Sandra in einer Art Größenwahn gesprochen habe, in Erinnerung. Die Mail zu schreiben fällt mir schwerer als „Sandra“ noch drei Mal überarbeiten. Weil: Ja, es fühlt sich alles sehr richtig an, vor allem seit unserer Lesung. Aber es ist doch was Anderes, hinaus zu gehen und zu sagen: „Da bin ich“, als im stillen Kämmerlein zu schreiben oder in der Gruppe gescheit daherzureden.

So, das war´s vorläufig von meiner Front 🙂

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