Sol Stein – die ersten Folgen

Vor zwei, drei Wochen kam die Nachricht, dass Sol Stein mit seinem „Über das Schreiben“ wieder zu haben ist. Wir haben sofort zugeschlagen, Klaudia und ich. Nicht bei Sol Stein, nur beim Buch 🙂
Mir reicht schon das Vorwort. Ja, so möchte ich schreiben können!
Dem Thema, dass man Schreiben nur durch schreiben lernt, widmet er gleich ein (fast) ganzes Kapitel. Weil es ja stimmt: Keiner wundert sich, wenn Bildhauer erst einmal lernen, welche Materialien und Werkzeuge es gibt.
Ich selbst habe in Amsterdam, im Van-Gogh Museum, vor Jahren einmal heftig geheult, weil ein ganzer Raum voll war mit Skizzen von Händen. Nichts als Hände, weil er der Meinung war, sie seien noch nicht gut genug.
Nur beim Schreiben werde sogar ich literarisches Irgendwas immer wieder gefragt, ob ich nicht schnell einmal ein paar Tipps bei der Hand hätte, wie man das macht. Aber ich schweife ab.
Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit der Wichtigkeit des ersten Satzes. Nicht, dass ich das nicht schon längst wüsste und eine ganze Schachtel voll mit geschriebenen und wieder verworfenen ersten Sätzen für „Sandra“ hätte. Der (bisher) Letzte hat mir ja schon richtig gut gefallen. Was soll ich sagen? Jetzt gibt es einen neuen Ersten Satz. Und der gefällt mir noch viel besser. So gut, dass ich ihn Euch verrate. Feedback ist natürlich gerne willkommen. Er lautet:

„Wäre es nicht Sandra Grau, man könnte meinen, die Frau sei völlig übergeschnappt.“

Jetzt bin ich ja schon neugierig, welche Folgen die Lektüre noch haben wird!

2 Gedanken zu “Sol Stein – die ersten Folgen

  1. Jo. Kürzlich musste ich auch heftig schlucken, als jemand meine täglichen Schreibübungen (also die, die ich gerne machen würde, aber (noch) nicht mache) als ‚Blödsinn‘ bezeichnete. :-/

    Der Pianist wird nur zum Pianisten, in dem er täglich seine Fingerläufe übt. Warum sollte das nicht für Autoren gelten?

    Den ersten Satz finde ich, nebenbei, prima.

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    • Danke, Mela!
      Ja, Du, ich verstehe dieses Phänomen einfach nicht. JEDES Handwerk muss man erst lernen. Vielleicht wird dann auch einmal „Kunst“ daraus (Kunst ist für mich Können + Kreativität). Aber nur, weil jeder Mails und Briefe schreibt, zu denken, es geht auch so … :-O

      Gefällt 1 Person

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